Was bedeutet Freiheit in einem Land, in dem Frauen seit Jahrzehnten um ihre Selbstbestimmung kämpfen?
Die Regisseurin Farahnaz Sharifi erzählt in dem Dokumentarfilm „My Stolen Planet“ (DE 2024, 82 Min., OmU) ihre eigene Geschichte und wirft einen Blick auf das Leben im Iran seit der Revolution 1979. Ihr filmisches Tagebuch zeigt den Kontrast zwischen der Freiheit im Privaten und der Unterdrückung im öffentlichen Raum. Gegen den staatlich induzierten Gedächtnisverlust sammelt die Filmemacherin private 8-mm-Filmaufnahmen von fremden Menschen. Durch die Begegnung mit Leyla, einer im Exil lebenden Professorin, und angesichts der Alzheimer-Erkrankung ihrer eigenen Mutter wird der Film zu einem eindringlichen Werk gegen das Vergessen. Die gesellschaftlichen Proteste der „Frau, Leben, Freiheit“-Bewegung im Herbst 2022 bilden den Wendepunkt dieser Dokumentation.
Im Anschluss stehen Aktivist*innen der „Frau, Leben, Freiheit“-Bewegung zum Gespräch mit dem Publikum zur Verfügung.
Vor der Veranstaltung findet um 18 Uhr eine öffentliche Führung durch die Ausstellung „From Evin with Love“ statt.