Rund 150 Menschen kamen am 13. August auf dem Frauenplatz zusammen, um den Münchner Aufruf für einen Gedenk-, Informations- und Aktionsort gegen patriarchale Gewalt und Femizide an Oberbürgermeister Dominik Krause zu übergeben.

„Wir wollen diesen Platz mit Leben füllen – ganz in der Tradition der feministischen Bewegung in München und mitten im Herzen unserer Stadt. Erinnerung und Gewaltschutz gehören zusammen. Aber ein Gedenkort allein schützt keine Frau. Deshalb müssen Frauenhäuser und Beratungsstellen verlässlich finanziert werden“, betonte Maryam Giyahchi bei der Eröffnung der Aktion.

Gemeinsam mit zahlreichen Unterstützer*innen übergaben Maryam Giyahchi, Vorsitzende des Stadtbundes Münchner Frauenverbände, Cordula Trapp, Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft der Frauennotrufe in Bayern, und Konstantina Raptis, Vorsitzende der Feminist Law Clinic, eine knapp zwei Meter hohe Fahne mit dem Münchner Aufruf an den Oberbürgermeister:

„Ich nehme sehr gerne diese Fahne mit und werde sie in Ehren halten. Ich denke, dass wir schnell vorankommen und in den nächsten Monaten hier am Frauenplatz sichtbar einen Gedenk-, Aktions- und Erinnerungsort für die Opfer von Femiziden und gegen patriarchale Gewalt einrichten werden.“, erklärte Oberbürgermeister Dominik Krause.

Anschließend nahm er die Fahne mit ins Rathaus. Für einen kraftvollen Auftakt und Abschluss sorgten die Omas gegen Rechts München mit ihren Trommeln.

Ein breites Bündnis für einen sichtbaren Ort
Der Aufruf ist aus der Zusammenarbeit am Runden Tisch gegen Männergewalt entstanden und wurde gemeinsam mit der Gleichstellungsstelle für Frauen der Landeshauptstadt München, dem Stadtbund Münchner Frauenverbände und der Stadtratskommission zur Gleichstellung weiterentwickelt.

Inzwischen wird die Forderung von rund 100 Münchner Organisationen und Initiativen sowie mehreren hundert Privatpersonen unterstützt. Zum Bündnis gehören Frauen- und Mädchenorganisationen, Fachstellen, zivilgesellschaftliche Initiativen, Münchner Tochterunternehmen sowie Jungen- und Männernetzwerke.

Der Frauenplatz soll ein Ort sein, an dem erinnert, informiert und gehandelt wird: ein sichtbares Zeichen gegen patriarchale Gewalt und Femizide und zugleich ein Ort für Aufklärung, politische Aktionen und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Der Münchner Aufruf bleibt offen für weitere Organisationen, Initiativen und Privatpersonen, die sich engagieren möchten und unterzeichnen. Kontakt für Unterzeichnungen: frauenplatz@frauenverbaende.de

Zum Münchner Aufruf und zur Unterstützung

 

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