Wie vielfältig Gewalt gegen Frauen* ist und wie unterschiedlich ihre Erscheinungsformen sind, stand im Mittelpunkt des diesjährigen Freisinger Domberggesprächs zum Thema „Frauenfeindliche Hasskriminalität “.

Auf Einladung des Beauftragten der Bayerischen Polizei gegen Hasskriminalität, insbesondere Antisemitismus, kamen Vertreter*innen aus Polizei und Justiz, dem Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales, weiteren staatlichen und kommunalen Stellen, Wissenschaft, Politik sowie zahlreichen zivilgesellschaftlichen Organisationen und Fachstellen zusammen. Für den Stadtbund Münchner Frauenverbände nahm unsere Vorsitzende Maryam Giyahchi teil.

Der intensive Austausch hat einmal mehr gezeigt: Gewalt gegen Frauen* hat viele Gesichter. Sie findet im digitalen Raum statt, im öffentlichen Raum und im eigenen Zuhause. Ebenso wichtig ist die Frage, wo Prävention ansetzen muss und wie wir neben dem Schutz und der Unterstützung Betroffener auch diejenigen stärker in den Blick nehmen, von denen Gewalt ausgeht.

Gerade bei komplexen Themen wie frauenfeindlicher Hasskriminalität sind Vernetzung und vertrauliche Austauschformate von besonderem Wert. Sie schaffen den Raum, unterschiedliche fachliche Perspektiven zusammenzubringen, Erfahrungen offen zu teilen, voneinander zu lernen und gemeinsam weiterzudenken.

Für uns als Stadtbund ist klar: Der wirksame Schutz von Frauen* vor Hass und Gewalt braucht das Zusammenspiel von Zivilgesellschaft, Beratungsstrukturen, Gleichstellung, Wissenschaft, Politik, Verwaltung, Polizei und Justiz.

Wir bedanken uns ganz herzlich für die Einladung, den offenen und vertrauensvollen Austausch und die Möglichkeit zur Vernetzung. Solche Räume des Dialogs sind wichtig – und wir freuen uns darauf, die entstandenen Kontakte und Gespräche weiterzuführen.