Ein breites Münchner Bündnis aus Frauen- und Mädchenorganisationen, unterschiedlichsten Initiativen, Münchner Tochterunternehmen, Fachstellen sowie Jungen- und Männernetzwerken fordert einen Gedenk-, Informations- und Aktionsort gegen patriarchale Gewalt und Femizide.
Als Vertreterin des Bündnisses eröffnete Maryam Giyahchi, Vorsitzende des Stadtbundes Münchner Frauenverbände: „Wir wollen diesen Platz mit Leben füllen – ganz in der Tradition der feministischen Bewegung in München und mitten im Herzen unserer Stadt. Erinnerung und Gewaltschutz gehören zusammen. Aber ein Gedenkort allein schützt keine Frau. Deshalb müssen Frauenhäuser und Beratungsstellen verlässlich finanziert werden.“
Gemeinsam mit Cordula Trapp, Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft der Frauennotrufe in Bayern, und Konstantina Raptis, Vorsitzende der Feminist Law Clinic, wurde eine knapp zwei Meter hohe Fahne mit dem Münchner Aufruf an Oberbürgermeister Dominik Krause übergeben:
„Ich nehme sehr gerne diese Fahne mit und werde sie in Ehren halten. Ich denke, dass wir schnell vorankommen und in den nächsten Monaten hier am Frauenplatz sichtbar einen Gedenk-, Aktions- und Erinnerungsort für die Opfer von Femiziden und gegen patriarchale Gewalt einrichten werden.“ Krause nahm die Fahne anschließend mit ins Rathaus.
Für den kraftvollen Auftakt und Abschluss sorgten die „Omas gegen Rechts München“ mit Trommeln.
Der Münchner Aufruf wird aktuell von rund 100 Organisationen und Initiativen sowie mehreren hundert Privatpersonen unterstützt: https://frauenverbaende.de/aktuelles/aufruf-frauenplatz-muenchen-2/
Das Bündnis wächst weiter. Organisationen und Privatpersonen, die den Aufruf unterzeichnen möchten, wenden sich an: frauenplatz@frauenverbaende.de