Einleitung

Der folgende Bericht beschreibt und dokumentiert die Arbeit des Stadtbunds Münchner Frauenverbände.

Der Stadtbund Münchner Frauenverbände ist ein Zusammenschluss Münchner Frauenorganisationen mit dem Ziel, die Interessen der Frauen in München zu vertreten und ihren Einfluss auf kommunaler Ebene zu verstärken. Der Stadtbund Münchner Frauenverbände wurde am 28. Januar 1914 von Luise Kiesselbach gegründet. Er arbeitet überparteilich und überkonfessionell.

Der Stadtbund Münchner Frauenverbände nimmt sich frauenspezifischer Themen an. Er informiert Frauen in München und nimmt aktiv am Geschehen in München teil, wo Frauen betroffen sind. Hauptaugenmerk liegt nicht nur auf der Vernetzung der Mitgliedsorganisationen, sondern auch auf der Vernetzung mit anderen Frauenprojekten und Netzwerken in München, sowie der Präsenz in politischen Gremien.

Der Stadtbund Münchner Frauenverbände führt regelmäßige öffentliche Veranstaltungen für alle Frauen in München durch. Die Veranstaltungen sind kostenfrei und finden in der Regel in barrierefreien Räumen statt.
Organe des Stadtbunds Münchner Frauenverbände sind die Mitgliederversammlung und der Vorstand, bestehend aus der Vorsitzenden, ihren zwei Stellvertreterinnen, der Schatzmeisterin und der Schriftführerin.

Die Geschäftsstelle befindet sich in den Räumlichkeiten der Europäischen Janusz Korczak Akademie, Blumenstr. 29, 80331 München.

Das Sozialreferat der Landeshauptstadt München berät und unterstützt finanziell den Stadtbund Münchner Frauenverbände. Die Voraussetzung für die Arbeit des Stadtbunds Münchner Frauenverbände ist durch diese Finanzierung überhaupt erst gegeben.

Der Vorstand des Stadtbunds Münchner Frauenverbände

Vorsitzende
Maryam Giyahchi
(FrauenWohnen Genossenschaft, Aufsichtsrat)

Stellvertretende Vorsitzende
Katrin Bahr
(Condrobs e.V.)

Stellvertretende Vorsitzende
Eva Haller
(Europäische Janusz Korczak Akademie e. V./EJKA)

Schriftführerin
Sarah Zaghloul
(Deutscher Juristinnenbund e.V.)

Schatzmeisterin
Bettina Hirdina-Falk
(Deutscher Ingenieurinnenbund e.V.)

Der Vorstand traf sich 2025 zu insgesamt 9 Sitzungen, davon waren zwei Sitzungen jeweils Strategietage, welche durch den Mitgliedsverband IBPro moderiert wurden. Die Vorstandsfrauen nahmen an Veranstaltungen der Landeshauptstadt München, der Parteien, anderer Verbände und Einrichtungen, der Mitgliedsorganisationen und anderer Frauennetzwerke teil.

Mitgliederversammlung

Am 22.07.2025 fand die jährliche Mitgliederversammlung in Präsenz im Künstlerhaus am Lenbachplatz statt. Die Vorsitzende Maryam Giyahchi berichtete über die Tätigkeit des Vorstands. Insbesondere bedankte sich die Vorsitzende beim gesamten Vorstand bei der intensiven Zusammenarbeit. Die neue Büroleitung Sofia Bura wurde bei dieser Gelegenheit den Mitgliedverbänden vorgestellt.
Die Räumlichkeiten des Stadtbundes haben sich verändert. Das Büro befindet sich nun in der Blumenstraße bei EJKA.
Die Schatzmeisterin erstattete den Kassenbericht für 2024. Die Kassenprüferin Charlotte Gavish bestätigt die ordnungsgemäße Führung der Kasse. Es ergaben sich bei der Prüfung keine Beanstandungen.

Der Vorstand wurde antragsgemäß durch mehrheitlichen Beschluss entlastet.

Endgültige Aufnahme von neuen Mitgliedsverbänden, die vorab kommissarisch aufgenommen waren:

  • Female Community
  • ReVolta Women and Diversity (Volt München)
  • Förderverein Nachbarschaftlich leben für Frauen im Alter e.V.
  • Omas gegen Rechts München

Mitgliedsorganisationen und deren Delegierte

Afghanische Frauen in München AFM e.V.
Arbeitskreis Feminismus Bündnis 90/Die Grünen
avanta München e. V.
Bücherfrauen München e.V.
Business & Professional Women (BPW) Germany Club München e.V.
Condrobs e.V.
Deutsch-Amerikanischer-Frauenclub München e.V. (GAWC)
Deutscher Ärztinnenbund e.V.
Deutscher Evangelischer Frauenbund (DEF) OV München
Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB)
dib Deutscher Ingenieurinnenbund e.V.
Deutscher Juristinnenbund (djb) e.V.
Deutscher Kinderschutzbund (DKSB) OV München
EJKA – Europäische Janusz Korczak Akademie e.V.
EWMD – European Women Management Development
extra e. V.
FABI - Paritätische Familienbildungsstätte München e.V.
Female Community
FidAR – Frauen in die Aufsichtsräte
FIM Vereinigung Frauen im Management e.V.
Frau und Beruf GmbH
Frauen- und Jugendplattform IDIZEM e.V.
F.A.M. – Frauenakademie München e.V.
Förderverein Nachbarschaftlich leben für Frauen im Alter e.V.
FrauenGesundheitsZentrum (FGZ) e.V.
frau-kunst-politik e.V.
Frauenstudien München e.V.
FrauenTherapieZentrum gGmbH (FTZ)
Frauen Union (FU) Bez. Verband München (CSU)
FrauenWohnen e.V.
FrauenWohnen e. G.
GEDOK München e.V.
IBPro e.V.
Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit IFFF
Interkulturelles Muslimisches Forum für Frauen und Famile e.V. imfff
Journalistinnenbund e.V. Gruppe München
Jüdischer Frauenverein Ruth
Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB)
Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) e.V.
Katholischer Deutscher Frauenbund (KDFB) e.V.
KOFRA München e.V.
Kurdische Frauengruppe Nergiz Narzisse e.V.
Liberale Frauen in Bayern (FDP)
makgb (Münchner Arbeitskreis der Gleichstellungsbeauftragten)
Münchner Wirtschaftsforum e.V. (MWF)
musica femina münchen e.V.
Netzwerkfrauen-Bayern
Omas gegen Rechts München
Parité in den Parlamenten e.V.
ReVolta- Women and diversity of Volt München (Volt München)
Siaf e.V.
SOLWODI München e.V.
Soroptimist Club München
Soroptimist Club München 2002
Soroptimist Club München Schwabing
Sozialdienst Katholischer Frauen e.V.
SPD Frauen München Stadt
SPD Frauen München Land
Terre des Femmes e.V.
TuSch – Trennung und Scheidung Frauen für Frauen e.V.
Unternehmerfrauen im Handwerk e.V.
Verband alleinstehender Mütter und Väter (VAMV) e.V.
Verein für Fraueninteressen e.V.
Verein für internationale Jugendarbeit e.V.
Webgrrls-bayern.de e.V.
Wirtschaftsweiber e.V.
WECF -Women Engage for a Common Future e.V.
Working Moms – Pro Kinder Pro Karriere München e.V.
Zonta International Club München I
Zonta Club München II
Zonta Club München City
Zonta Club München Friedensengel

Öffentliche Veranstaltungen

  1. Neujahrsempfang (28. Januar 2025)
    Gelungener Auftakt ins neue Jahr beim Neujahrsempfang im Einstein Kulturzentrum.
  2. Demonstration „Demokratie braucht dich“ (08. Februar 2025)
    Gemeinsamer feministischer Beitrag zusammen mit München ist bunt, Slutwalk München, Femizide Stoppen München und dem Stadtbund.
  3. Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl (20. Februar 2025)
    Podium des Stadtbundes zur Bundestagswahl mit Moderation von Jutta Prediger und Vertreterinnen verschiedener Parteien.
    SafeSpace-Podiumsdiskussion „Frauen für Frauen*“ im FATCAT im alten Gasteig.Podium:
    - Bündnis 90/Die Grünen: Jamila Schäfer
    - CSU: Claudia Küng
    - Die Linke: Nicole Gohlke
    - FDP: Julika Sandt
    - Freie Wähler: Loraine Bender
    - SPD: Carmen Wegge
    - Volt: Alexandra Lang
  4. Equal Pay Day München (07. März 2025, Marienplatz)
    Flashmob in Kooperation mit der Gleichstellungsstelle und zahlreichen weiteren Organisationen.
  5. Demo mit jüdischen Frauen (08. März 2025, Marienplatz)
    Gemeinsame Demonstration mit jüdischen Frauen des Stadtbundes und weiteren Kooperationspartner*innen.
  6. Ausstellungseröffnung „Frauen in München“ (11. März 2025, AWM München)
    Eröffnung der Ausstellung mit Beteiligung der Stadtbundvorsitzenden, Verena Dietl und Adelheid Schmidt-Thomé.
  7. Wanderausstellung „Frauen in München“ (2025)
    Die Ausstellung war im Laufe des Jahres an verschiedenen Orten in München zu sehen.
  8. Workshops zur Kommunalwahl (April/Mai 2025)
    Mehrere Workshops mit und für die Mitgliedsverbände zur Vorbereitung der Kommunalwahl.
    Referentin: Dr. Birgit Erbe.
  9. Podium „Mothers of Europe“ (07. Mai 2025, Rathaus München)
    Teilnahme auf dem Podium mit Nicole Lassal.
    Unterstützt durch das Referat für Arbeit und Wirtschaft der Stadt München (RAW).
  10. DGB Bezirksfrauenkonferenz (23. Mai 2025)
    Beteiligung an einem Podium zum Thema Antifeminismus.
  11. Slutwalk München (07. Juni 2025)
    Erstmalige Teilnahme des Stadtbundes in seiner Geschichte.
    Rede der Vorsitzenden.
  12. Female Heritage (24. Juni 2025)
    Kooperationsveranstaltung mit der Monacensia.
  13. Mitgliederversammlung und Sommerfest (22. Juli 2025)
    Mitgliederversammlung im Künstlerhaus am Lenbachplatz mit anschließendem Sommerfest.
  14. Männlichkeit und rechte Radikalisierung (16. September 2025)
    Veranstaltung in Kooperation mit der Landeskoordinierungsstelle gegen Rechtsextremismus.
  15. Feministisches Rathaus – 4. Münchner Frauen*Konferenz (10. Oktober 2025)
    Aktive Beteiligung des Stadtbundes an mehreren Podien, u. a.:
    - Feministische Politik und kommunale Gleichstellungsarbeit
    - Forum „Verbündet sein – für einen inklusiven und solidarischen Feminismus!“
  16. Interne Verbändeveranstaltung „Gemeinsam sind wir stärker!“ (28. Oktober 2025)
    Austausch zu Chancen und Herausforderungen einer tin*-inklusiven Frauen- und Gleichstellungsarbeit. Der Begriff tin* steht für trans, intergeschlechtliche und nicht-binäre (tin) Menschen.
    Nach einer Einführung durch die Gleichstellungsstelle der LHM sowie Nicole Lassal und Zara Jakob Pfeiffer wurden zentrale Fragen zu Zielgruppen, Schutzräumen und solidarischer Bündnisarbeit im Kontext aktueller gesellschaftlicher Debatten diskutiert.
  17. Feminist Law Clinic (25. November 2025)
    Veranstaltung zum Thema „Gesellschaftliche Realitäten ernst nehmen“. Die Feminist Law Clic stellte sich und ihre Arbeit vor. Sie leistet unentgeltliche, feministische Rechtsberatung, um Frauen eine bessere Kenntnis über ihre Rechte zu verschaffen.
  18. Podium „Wie gelingt Parität in der Kommunalpolitik?“ (10. Dezember 2025)
    Drei Bürgermeisterinnen im Gespräch über Wege und Herausforderungen: Verena Dietl, dritte Bürgermeisterin der Landeshauptstadt München, Kathrin Abele, Bürgermeisterin der Gemeinde Anzing, und Barbara Bogner, Bürgermeisterin der Gemeinde Sauerlach.
    Im Mittelpunkt standen Fragen der politischen Teilhabe, strukturelle Hürden sowie Strategien zur Stärkung von Frauen in der Kommunalpolitik.
    In Kooperation mit BPW München.

Delegiertenversammlungen und Workshops zur Kommunalwahl

Partizipation wird beim Stadtbund Münchner Frauenverbände großgeschrieben. Die Delegierten der Mitgliedsorganisationen treffen sich regelmäßig zum Informationsaustausch über Aktivitäten in den Mitgliedsorganisationen und Aktivitäten des Stadtbunds Münchner Frauenverbände. Die Mitgliedsverbände haben in den internen Versammlungen die Möglichkeit, die inhaltliche und strategische Arbeit des Stadtbundes maßgeblich und aktiv mitzugestalten.
2025 fanden neben zwei Workshops, bei denen sich die Delegierten mit Strategien zur Kommunalwahl 2026 befassten, vier reguläre Delegiertenversammlungen statt.

Die Workshops zur Kommunalwahl fanden im April und Mai 2025 statt. Mit Blick auf den Fokus des Stadtbunds auf Vernetzung innerhalb der Stadt Münchens stellt sich die Kommunalwahl als besonders wichtiges Ereignis dar.
Die Delegierten erarbeiteten hier in einem ersten Schritt gemeinsame inhaltliche Ziele, die bei der Kommunalwahl 2026 erreicht werden sollen. In einem zweiten Workshop wurden Ansätze und Ideen zur Umsetzung dieser Ziele entwickelt.

Mitarbeit in verschiedenen Gremien

Gleichstellungskommission der Landeshauptstadt München
Delegierte:
Maryam Giyahchi (FrauenWohnen eG)
Katrin Bahr (Condrobs e.V.)
Birgit Erbe (FAM e.V)

Die Delegierten nahmen an den Sitzungen sowie Arbeitsgruppen der Gleichstellungskommission teil.

Runder Tisch Aktiv gegen Männergewalt
Delegierte:
Dorothée Burkhardt (djb)
Dr. Andrea Rothe (FAM)

Die Delegierten nahmen an den Veranstaltungen des Runden Tischs teil.

Migrationsbeirat
Delegierte:
offen wegen Erkrankung

Weitere Aktivitäten

Kampagnen

Der Stadtbund Münchner Frauenverbände informiert und mobilisiert Frauen, sich für ein selbstbestimmtes und vielfältiges Leben von Frauen einzusetzen. Er positioniert sich der gegen rechte, sexistische Ideologien, die ein solches verhindern wollen. Parität gilt als Anspruch von Frauen auf gleichberechtigte Teilhabe an der Mitgestaltung unserer Gesellschaft auf allen, insbesondere auch kommunaler Ebene.

Im Vorfeld der Bundestagswahl 2025 hat der Stadtbund Münchner Frauenverbände den „Münchner Aufruf“ in einer überarbeiteten, barrierefreien Fassung neu veröffentlicht. Der Aufruf, der seit 2017 gemeinsam mit zahlreichen Verbänden sowie der Gleichstellungsstelle und der Gleichstellungskommission in einem demokratischen Prozess entwickelt wurde, setzt ein klares Zeichen gegen antifeministische und demokratiefeindliche Tendenzen. Mit inzwischen über 60 unterzeichnenden Organisationen wurde er erneut breit in die Stadtgesellschaft getragen und aktiv zur Unterstützung geöffnet. Verbände und Initiativen waren eingeladen, den Aufruf zu unterzeichnen und über verschiedene Formate – etwa für Print, Website und Social Media – weiter zu verbreiten, um solidarische Bündnisse zu stärken.

Öffentlichkeitsarbeit

Die Öffentlichkeitsarbeit stellte 2025 ein zentrales Element der Arbeit des Stadtbundes dar. Im Zuge dessen wurde der „Münchner Aufruf“ inhaltlich und gestalterisch modernisiert und in einer barrierefreien Fassung neu aufgelegt. Begleitet wurde dies durch eine Social-Media-Kampagne, die zu einer deutlichen Steigerung der Unterzeichner*innen führte. So stieg durch den Social-Media-Aufruf die Zahl der Unterzeichner*innen von 65 auf über 80.

Der Stadtbund initiierte gemeinsam mit Partnerorganisationen, dem Runden Tisch gegen Männergewalt, sowie der Gleichstellungsstelle und der Gleichstellungskommission einen Aufruf betreffend den Frauenplatz. Es wurde dazu aufgerufen, am Frauenplatz einen zentral gelegenen Informations-, Aktions- und Gedenkort zu schaffen. Dieser soll den Kampf gegen Femizide und patriarchale Gewalt sowie die historischen und aktuellen feministischen und queer-feministischen Bewegungen und ihre Errungenschaften dauerhaft im Stadtbild verankern und in der Mitte der Stadtgesellschaft sichtbar machen. Gleichzeitig soll der Ort als fester Anlaufpunkt für Gedenkveranstaltungen und aktivistische Formate dienen und so eine kontinuierliche öffentliche Auseinandersetzung mit feministischen Anliegen ermöglichen. Mit dem Aufruf betreffend den Frauenplatz wurde öffentlichkeitswirksam, vor allem auf den sozialen Medien ein Zeichen gesetzt und die Sichtbarkeit des Stadtbundes erhöht. Im Übrigen wurde (damals noch dem 2.) Bürgermeister Dominik Krause und Bürgermeisterin Verena Dietl beim Neujahrsempfang 2025 die Forderung zum Frauenplatz als Schriftrolle übergeben.

Die Weiterentwicklung der Kommunikationsstrategie verfolgt einen partizipativen Ansatz, bei dem zentrale Elemente gemeinsam entwickelt wurden – etwa das neue Logo, sowie die Neugestaltung der Webseite. In den Delegiertenversammlungen bat der Vorstand in Abstimmung und unter Anwesenheit des hierfür beauftragten Designbüros MLLR die Mitgliedsverbände um Input und Feedback. Mehrmals wurden verschiedene Designs, Muster und Strukturen zur Abstimmung gestellt.

Ein besonderer Erfolg auf dem Gebiet der Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit ist der neu etablierte monatliche Newsletter, über den die Veranstaltungen der Mitgliedsverbände gebündelt, mit Bildmaterial aufbereitet und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Dieser hat sich als wirkungsvolles Instrument zur Sichtbarkeit und Vernetzung erwiesen. Die neue Art der Veranstaltungsanmeldung wurde von den Mitgliedsverbänden positiv aufgenommen.

Presse

Sonntagsblatt (01.03.2025):
Maryam Giyahchi sprach über ihren Antrieb, sich für Frauenrechte einzusetzen und den Stadtbund Münchner Frauenverbände.

Augsburger Allgemeine (16.01.2025):
Bei einer Veranstaltung im Landkreis Landsberg betonte Giyahchi die Bedeutung der strukturellen Vernetzung feministischer Akteurinnen.

Fazit zurückblickend auf das Berichtsjahr

Das Jahr 2025 war sehr ereignisreich und von einer deutlichen Intensivierung der Aktivitäten sowie von wichtigen strukturellen und inhaltlichen Weiterentwicklungen geprägt. Der in 2024 neu gewählte Vorstand hat sich gut zusammengefunden und eingearbeitet und zentrale strategische Prozesse anstoßen, die zur Stärkung der Rolle des Stadtbunds als frauen*politische Vernetzungsplattform in München beitrugen. Nach der Kündigung der Büroleiterin Lara Okamoto gab es im Mai einen erfolgreichen Wechsel. Mit Sofia Bura haben wir eine zuverlässige Kraft eingestellt. Die neue Büroadresse bei EJKA hat sich ebenfalls sehr bewährt.

Im Berichtsjahr gelang es eine neue Corporate Identity partizipativ mit den Mitgliedsverbänden zu entwickeln sowie die Website als neue Plattform barrierefrei zu modernisieren. Unsere laufenden Veranstaltungen und Aktionen werden wirkungsvoll von unserer Öffentlichkeitsarbeit visuell begleitet, womit neue Zielgruppen und Kooperationspartner*innen gewonnen werden konnten. Ergänzend wurde ein Social Media-Auftritt aufgebaut.

Präsenzveranstaltungen, Demonstrationsbeteiligungen, Aktionen im öffentlichen Raum sowie Formate wie die Wanderausstellung trugen wesentlich zur politischen Sichtbarkeit und zur direkten Vernetzung frauen*politischer Akteur*innen in der Stadt München bei. Der Stadtbund konnte dadurch seine Fähigkeit stärken, unterschiedliche Organisationen, Themen und Forderungen zu bündeln und gemeinsam öffentlich wirksam zu vertreten. Die gestiegene Sichtbarkeit führte zu einer Ausweitung der Kooperationen sowie zur Aufnahme neuer Mitgliedsorganisationen. Gleichzeitig erhöhte sich der Betreuungs- und Koordinationsaufwand in der Geschäftsstelle deutlich. Insbesondere für die Bürokraft auf Minijobbasis ergab sich ein spürbarer Anstieg an organisatorischen Aufgaben, etwa in der Kommunikation mit Mitgliedsverbänden, der Vorbereitung von Veranstaltungen sowie der Unterstützung bei öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen. Diese Entwicklung ist Ausdruck des Wachstums und der positiven Dynamik des Stadtbunds und stellt zugleich eine strukturelle Herausforderung dar.

Das ehrenamtliche Engagement des gesamten Vorstands war im Berichtsjahr sehr intensiv. Neben der laufenden Organisations-, Koordinations- und Gremienarbeit wurden zahlreiche Kooperationen initiiert, strategische Abstimmungen durchgeführt sowie Kampagnen und Projekte vorbereitet. Die Handlungsfähigkeit des Stadtbunds basiert weiterhin in hohem Maße auf dem ehrenamtlichen Einsatz der Mitgliedsorganisationen.

Die Zusammenarbeit mit dem beauftragten Öffentlichkeitsarbeitsstudio erwies sich als sehr konstruktiv und von großem gegenseitigem Engagement geprägt. Das Studio unterstützte den Vorstand sowie die Geschäftsstelle in vielen Prozessen weit über den ursprünglich vorgesehenen Rahmen hinaus. Diese vertrauensvolle und lösungsorientierte Kooperation trug wesentlich dazu bei, die geplanten Maßnahmen erfolgreich und in kurzer Zeit umzusetzen.

Im Jahr 2025 gab es erneut viele Kooperationen mit anderen Netzwerken zum Beispiel die rege Beteiligung des Stadtbunds im "Feministischen Rathaus" zur 40-Jahrfeier der Gleichstellungsstelle der LHM. Auf Grund der großen Reichweite des Stadtbunds konnten neue Mitgliedsorganisationen aufgenommen werden. Weitere Anfragen verschiedener Organisationen zu einer Mitgliedschaft liegen vor.

Insgesamt war das Jahr 2025 von wachsender Dynamik, erhöhter politischer Sichtbarkeit und einer stärkeren Aktivierung der Mitgliedsverbände geprägt. Der Stadtbund konnte seine Rolle als koordinierende frauen*politische Plattform in München weiter festigen und wichtige Grundlagen für zukünftige Initiativen und Projekte schaffen.

Ausblick

Es sollen die im Berichtsjahr begonnenen Entwicklungsprozesse konsequent weitergeführt und vertieft werden. Gleichzeitig richtet sich der Blick weit über 2026 hinaus auf eine strukturelle, nachhaltige und insbesondere zeitgemäße Weiterentwicklung des Stadtbundes. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Fortsetzung der strategischen Öffentlichkeitsarbeit, insbesondere auf der inhaltlichen Weiterentwicklung und Fertigstellung der neuen Website. In diesem Zusammenhang ist auch eine historische Aufarbeitung der Geschichte des Stadtbunds Münchner Frauenverbände geplant, um die frauenpolitische Tradition des Netzwerks stärker sichtbar zu machen und mit aktuellen Themen sowie zukünftigen Perspektiven zu verbinden. Darüber hinaus wird die Begleitung öffentlichkeitswirksamer Initiativen und Kampagnen im Hinblick auf Gleichstellung eine wichtige Rolle spielen - auch vor dem Hintergrund antifeministischer Entwicklungen. Das Projekt zur Einrichtung eines Gedenk-, Informations- und Aktionsortes gegen patriarchale Gewalt am Frauenplatz München soll weiterentwickelt und öffentlich begleitet werden. Auch im Kontext der Kommunalwahl sind gemeinsame Positionierungen und Aktionen mit Mitgliedsverbänden und Kooperationspartner*innen vorgesehen. Die Öffentlichkeitsarbeit wird weiterhin sowohl digitale als auch analoge Formate umfassen. Präsenzveranstaltungen, Aktionen im öffentlichen Raum sowie kooperative Veranstaltungsformate bleiben zentrale Instrumente der Vernetzungsarbeit und politischen Sichtbarkeit. Ziel ist es, die Bündelungsfunktion des Stadtbunds weiter zu stärken und frauen*politische Forderungen gemeinsam öffentlich wirksam zu vertreten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der partizipativen Entwicklung eines Leitbilds unter Einbeziehung der Mitgliedsverbände sowie auf strategischen Abstimmungen zur zukünftigen Ausrichtung des Netzwerks. Parallel dazu sollen strukturelle Rahmenbedingungen weiter geprüft und stabilisiert werden, insbesondere im Hinblick auf rechtliche Grundlagen. Der Vorstand plant hierfür Strategietage. Ziel ist es, die gewachsene Dynamik nachhaltig zu sichern und die Rolle des Stadtbunds als kontinuierlich wirkende frauen*politische Plattform in München weiter auszubauen. Gleichzeitig bestehen weiterhin strukturelle Herausforderungen, die die Arbeit des Stadtbunds nachhaltig beeinflussen. Dazu gehört insbesondere die anhaltend schwierige Suche nach bezahlbaren und gleichzeitig verfügbaren sowie barrierefreien Veranstaltungsräumen in München. Dieser Umstand führt zu einem erhöhten organisatorischen und finanziellen Aufwand bei der Planung und Durchführung von Veranstaltungen. Zudem ist der Stadtbund deutlich von allgemeinen Kostensteigerungen betroffen, insbesondere im Kontext von Inflation. Vor diesem Hintergrund wird es in den kommenden Jahren entscheidend sein, die strukturellen Rahmenbedingungen weiter zu stabilisieren und die vorhandenen Ressourcen nachhaltig zu sichern, um die gewachsene Dynamik und die zunehmende Bedeutung des Stadtbunds als frauenpolitische Plattform in München langfristig aufrechterhalten zu können

Danksagung

Der Stadtbund Münchner Frauenverbände dankt insbesondere seinen Mitgliedsorganisationen und deren Delegierten für die gute und intensive Zusammenarbeit. Die Mitgliedsverbände sind das Herzstück des Stadtbundes. Den Expertinnen, die sich für die Vorträge und Diskussionen zur Verfügung gestellt haben, gilt ebenfalls ein großer Dank.

Der Stadtbund Münchner Frauenverbände dankt dem Stadtrat der Landeshauptstadt München für die finanzielle Unterstützung, dem Sozialreferat der Landeshauptstadt München für die vertrauensvolle Zusammenarbeit, der Gleichstellungsstelle sowie allen Stadträtinnen, die für den Stadtbund Münchner Frauenverbände wichtige Ansprechpartnerinnen und Unterstützerinnen sind.

Ein besonderer Dank gilt ebenfalls der Europäischen Janusz Korczak Akademie, die für die Geschäftsstelle des Stadtbunds Münchner Frauenverbände seit September 2024 Räumlichkeiten zur Verfügung stellt.

 

Maryam Giyahchi, Vorsitzende
Sarah Zaghloul, Schriftführerin